Die Lehnstuhlposition

Schauen Sie sich bei der Wahl ihres zukünftigen Zuhauses zunächst nach einem guten Schutz für das Haus in dem Sie leben wollen um. Das kann ein Hügel sein, ein höheres Gebäude oder Mauern auf der Rückseite desselben.Vielleicht steigt das Gelände hinter dem Haus nur ein wenig an? Vielleicht aber sitzt dort eine höhere Baumgruppe? Hinter dem Haus ist dort, wo die kleinen Fensteröffnungen sitzen und sich im Haus meist die Bäder, die Küche oder die Abstellräume befinden.

Der Mensch hat ein Urbedürfnis nach Schutz und Geborgenheit. Er möchte sich von den Winden geschützt, von der Wärme verwöhnt und von beiden Seiten her umarmt fühlen. Im Urbild des Feng Shui ist ein solcher Platz, ein Thron im weitesten Sinne. Da eine gute Lehnstuhlposition auch nach Halt und Unterstützung verlangt ist es selbstverständlich, dass die Lehne immer zu einem höheren Gartenteil, einer Hauswand, einer Hecke oder einem Baum hin ausgerichtet wird. Ein Gartentor im Rücken oder eine Zugluftschneise ist denkbar ungünstig, um sich dorthin zu setzen. Das Unterbewusstsein würde Sie ganz schnell wieder aus dieser Sitzposition ermuntern, diese zu verlassen. Letztlich sind diese Plätze verwaist und geben kein gutes Lebensgefühl.

Sollten Sie ein Hanggrundstück besitzen so heißt dies, das die Lehne zum Berg hin weisen sollte und nicht zum Tal. Ist kein natürlicher Schutz da, wird man zunächst bemüht sein diesen herzustellen. Man errichtet einen Schutzwall, die „Lehne“. Ein solcher Schutz soll Winde und Kälte abhalten. Wie stark Sie diese Abwehr aufbauen hängt demnach insbesondere von den Umgebungseinflüssen ab. Wohnen Sie auf dem flachen Land oder der Spitze eines Hügels, so brauchen Sie mehr Windschutz. Im Feng Shui der Stadt sind die Hügel und Berge mit Häusern vergleichbar. Sind Sie von einem höheren Gebäude im Rücken und zu beiden Seiten von niedrigeren Gebäuden eingerahmt, dann haben Sie eine gute Lege Ihres Hauses in der Landschaft erreicht.

Vergleichen wir den Garten bezüglich seiner „Lehnstuhlposition“, so wird das Haus in der Regel die Lehne darstellen und der Ausblick in den Garten die Blickrichtung des Stuhles. In der Tat sollte sich der Garten und ebenso seine Bewohner in ihm, geschützt vor Blicken und Wind fühlen. Deshalb bedarf es auch zu beiden Seiten einer Gestaltung, um die Armlehnen des Gartens zu bilden.

Die Lehnstuhlposition bezieht sich demnach nicht nur auf den Sitz des Hauses in der Landschaft, sondern vielmehr auch auf den Sitz des Gartens selbst. Wir betrachten im Feng Shui die Dinge in der Regel von außen nach innen. So wird letztlich nicht nur der Garten, es werden auch die einzelnen Plätze in ihm auf die Lehnstuhlposition hin untersucht. Plätze, ob auf der Terrasse, im Garten oder Balkon bedürfen natürlich des Schutzes durch eine Art von „Lehne“, die ihrerseits das Gefühl von Geborgenheit und Zufriedenheit mit sich und dem Leben selbst unterstützt.

Sitzplätze im Garten bedürfen nach dem Prinzip der Lehnstuhlposition einer Hauswand, Mauern, Palisaden, Gartenhäusern, Sträucher oder Bäumen im Rücken. Achten Sie bei Sitzgelegenheiten auf Armlehnen. Ihre Arme haben Platz und Sie fühlen sich vom Leben sprichwörtlich unterstützt. Ein Pavillon kann eine gute Lehnstuhlposition aufweisen, wenn seine Rückwand geschlossen ist.

Wer in Europa Gärten betrachtet, wird sich in der Regel vor den Westwinden schützen und viel Sonne über den Süden oder Südwesten zum Haus hin einladen. Den Rücken der jeweiligen „Lehne“ werden Sie zum Norden oder Nordosten hin positionieren, um sich so vor der Kühle und Feuchtigkeit dieser Richtungen zu schützen.

Welche Plätze Sie auch immer im kleinen oder großen Sinne schaffen, die Lehnstuhlsposition verlangt nach Armlehnen und deshalb Unterstützungen von beiden Seiten her. Ob Sie Armlehnen an den Liegestühlen und Sitzmöbeln haben, eine Mauer oder eine Hecke im halbrund um eine Sitzgruppe mauern oder einen Strandkorb im Garten aufstellen – in jedem Fall schaffen Sie damit „Lehnstuhlpositionen“.

Ihnen einen wundervollen Feng Shui-Garten
Ihre Olivia Moogk - Feng Shui Moogk