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Dahlien: Mexikanische Farbenpracht

Seit einigen Jahren erleben Dahlien ein beeindruckendes Comeback. Früher waren sie aus vielen Gärten nicht wegzudenken, doch dann gerieten sie etwas ins Abseits. Jetzt sind sie wieder hochaktuell. Dahlien sind inzwischen vielseitiger als je zuvor. Die Entstehung kompakterer Sorten hat diesen Sommerblühern viele neue Liebhaber beschert, denn so können immer mehr Dahlien auch Balkone und Terrassen erobern.

Außergewöhnlich farbenfrohe Sommerblüher

Die meisten Dahlien haben opulente Blüten und sind von jeglichem Understatement weit entfernt. Oft sind ihre Blüten mehrfarbig und weisen einzigartige Farbverläufe auf. Manche ihrer Blütenstände, die eine hellere Mitte haben, scheinen geradezu von innen heraus zu leuchten oder erinnern an feurige, vielstrahlige Sonnen. Zum großen Comeback der Dahlien trägt zusätzlich ihre Vielfalt bei. Wohl kaum eine andere Pflanzengattung bietet einen derartigen Farben- und Formenreichtum. Dahlien beeindrucken außerdem durch ihre außergewöhnlich lange Blütezeit, die vom Juli bis zum Frostbeginn im Herbst reicht.

Vielseitig und vielgestaltig

Zahlreiche neue Züchtungen, auch mit dunklen Blättern, haben in den vergangenen Jahren das Sortiment beträchtlich erweitert und Dahlien können so ihre ganze Vielseitigkeit ausspielen. Sie sind eindrucksvolle Gartenpflanzen, viele neu entstandene kompakte Sorten sind ideal für Töpfe und Kästen, und diese Sommerblüher sind auch wunderschöne Schnittblumen. Die dunkellaubigen Sorten können gut in außergewöhnlichen Pflanzenkombinationen verwendet werden. Dahlien finden sowohl im großzügigen Villengarten als auch im kleinen Stadtgarten und sogar auf dem Balkon einen Platz, denn ihre Wuchshöhe variiert beträchtlich: Einige Sorten erreichen eine Höhe von weit über einem Meter, andere werden nur 30 bis 40 Zentimeter hoch und eignen sich ausgezeichnet für Gefäße und für den vorderen Bereich von Beeten.

Neue Freunde in Europa

Ursprünglich stammen diese Sommerschönheiten aus Mexiko. Doch sie waren früher so beliebt und in den Bauerngärten so weit verbreitet, dass man sie schon fast für heimische Pflanzen halten könnte. Tatsächlich hatten Dahlien schon einen langen Weg hinter sich, bevor sie hier Wurzeln schlagen konnten: Bereits die Azteken hatten sich in diese Blumen verliebt und kannten verschiedene Kulturformen mit mehr oder weniger gefüllten Blüten.

Anfangs eine Kostbarkeit

Wahrscheinlich gelangten Dahlien erst um 1790 nach Europa. Ähnlich wie Tulpen waren sie zu Beginn ihrer Karriere in Europa so kostbar, dass sich nur reiche Bürger die damals noch neuen Blumen leisten konnten. Auch Kaiserin Joséphine, die Frau von Napoleon Bonaparte, begeisterte sich für die exotische Schönheit und pflanzte Dahlien in den Schlossgarten von Malmaison. Die Dahlie gehörte auch zu den Lieblingsblumen des französischen Malers Monet und wuchs deshalb in seinem Garten in Giverny. Als das Angebot an Dahlien im Laufe der Zeit größer wurde, konnten sich immer mehr Menschen diese neuen Pflanzen leisten und so fanden diese farbenprächtigen Sommerblüher auch ihren Weg in die Gärten nicht so wohlhabender Bürger.

Große Sortenvielfalt

Es gibt sowohl einfachblühende als auch halbgefüllte und gefüllte Dahlien. Zu den einfachblühenden Dahlien gehören zum Beispiel die kompakten, gut für die Topfkultur geeigneten Topmix-Dahlien. Die Einfachblühenden wirken sehr natürlich und erinnern an Wildblumen, während die gefüllten mit ihren dichten, gleichmäßig aufgebauten Blütenköpfen wie besondere Kunstwerke von Mutter Natur aussehen. Zusätzlich beeindrucken viele Dahlien mit leuchtenden Blütenfarben und einzigartigen Farbverläufen. Durch Züchtung entstehen immer mehr Dahlien, die klein und kompakt bleiben und sich deshalb sehr gut für den vorderen Bereich von Beeten und zur Kombination mit höher wachsenden Zwiebelblumen und Stauden eignen. In Töpfe gepflanzt, können Dahlien mit ihren farbenfrohen Blüten außerdem Dachgärten, Balkone, Terrassen und Hauseingänge bis in den Herbst hinein verschönern.

Quelle IZB