Floristik - Artikel Juni 2011

Kaum keine Blume trägt ihren deutschen Namen mit solch einer Grandessa. Die Bezeichnung Prachtlilie oder Ruhmeskrone passt gut zu dieser außergewöhnlichen Blüte.

Die genaue Übersetzung des lateinischen „gloriosus“bedeutet denn auch herrlich, rühmlich. Durch den Farbkontrast Rot-Gelb scheint Gloriosa zu lodern. Die welligen, zurückgebogenen Blütenblätter züngeln wie Flammen nach oben. Die nickenden Blütenköpfe haben eine beachtliche Größe.

Wir verarbeiten Gloriosen leidenschaftlich gerne. Kein Sommer vergeht ohne sie. Egal ob solo in eine Vase gestellt oder aufwändig verarbeitet mit edlem Beiwerk. Gloriosa besticht immer.

Sie verträgt allerdings nicht jede Blütenform und Farbe um sich herum. Eine Kombination mit Blau und Weiß ist unserer Meinung nach unmöglich. Dafür liebt sie jegliche Nuance von Rot
bis Rosa, Hellgelb bis Orange. Sie lässt sich kurz verarbeiten, so dass
nur ihre auffälligen Blüten wirken oder aber mit ihrem langen Stiel zu quirrligen Arrangements.

Die Gestaltung sollte aber immer locker und ungezwungen und ihre fließenden Bewegungen sollten spielerisch wirken. In ihren tropischen Heimatländern wuchert Gloriosa wie bei uns die Zaunwinde. Am Ende jedes lanzettlichen Blatts sitzt eine spiralige Ranke. Mit ihr
hält sie sich fest und umschlingt alles, was sie erreichen kann.

Blumige Grüße Eleonore Schick, Floristmeisterin.
Elobana