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Juli - den Garten Urlaubsfit machen

Richtig gießen
* !ACHTUNG! viele Faktoren (Pflanzenart, Standort, Witterung) bestimmen den Wasserbedarf
*den Gießstrahl nicht über Blätter und Blüten halten
* möglichst sanft auf den Boden / im Wurzelbereich der Pflanze gießen – hierfür sind „Gießgeräte“ besonders geeignet
* abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser (aus Tonne / Zisterne) benutzen
* ideal: seltener, dafür ausgiebiger Gießen, um die Wurzelbildung in tieferen Bodenbereichen zu fördern
* je mehr Blattmasse eine Pflanze hat, umso höher ist ihr Wasserbedarf
* !ACHTUNG! Wind trocknet die Pflanzen auch bei bewölktem Himmel aus
* Untersetzer von Kübelpflanzen 2 Std. nach dem Gießen und nach starkem Regen leeren
* in Regenperioden die Untersetzer ganz weg nehmen
* bei ausgetrockneten Topfpflanzen das ganze Gefäß in Wasser tauchen … bis keine Luftblasen mehr aufsteigen

den Boden schützen
* regelmäßiges Harken des Gartenbodens erhöht die Wasserzufuhr aus dem Erdreich nach oben
* die optimale Zusammensetzung unseres Gartenbodens (organische Stoffe und mineralische Bestandteile) erhöht seine Wasserspeicherfähigkeit
* eine passende Bodenverbesserung ist demnach immer sinnvoll
* das Mulchen des Bodens mit organischem Material (Rindenmulch, Rasenschnitt) oder die Abdeckung mit Unkrautvlies verringert die Verdunstung
* ebenso eine „geschlossene Pflanzendecke“, die durch dichten Bewuchs entsteht
* grundsätzlich soll ein Gartenboden nie „offen sein“ – ganz so wie im Wald, wo es keine kahlen Stellen am Boden gibt. Dies schützt nicht nur vor Feuchtigkeitsverlust. Vielmehr kann so kein Unkrautsamen „Fuß fassen“ und kein Regenschauer verdichtet die Oberfläche.
* vorübergehend „brachliegende“ Beete am besten mit einer passenden „Gründüngung“ (Saatgut im Handel) einsäen

Bewässerungssysteme
* hier gibt es unterschiedliche Systeme, die das Gießen ersetzen
* einige davon sind vor allem während längerer Abwesenheit sinnvoll
* alle sollten regelmäßig kontrolliert werden.
* je nach Beschaffenheit erfolgt die Steuerung von Hand, per Zeitschaltuhr oder per Bodenfeuchtigkeits- oder Regensensor
Beispiele:
* Regner / Sprinkler werden direkt am Gartenschlauch angeschlossen oder sind sogar im Boden versenkbar – für Rasenflächen optimal
* Tröpfchenbewässerung: Wasser wird über einen Schlauch am Boden tropfenweise zugeführt - für alle Gartenbeete
* „Urlaubsbewässerungssysteme“ für Topf- und Kübelpflanzen auf Terrasse und Balkon sind meist kleine Tröpfchenbewässerungsanlagen, die zum Teil auch ohne direkten Wasseranschluss auskommen

Töpfe und Kübel
* lange Pflanzentriebe (Rankpflanzen, Blütenstiele, Fruchttriebe, z.B. bei Tomaten) mit stabilen und ausreichend großen Stäben oder Klettergerüsten stützen
* Schneckengefährdete Pflanzen im Topf hoch stellen (z.B. auf einen Hocker oder Tisch)
Tipps für weniger Gießbedarf:
* in Töpfe Bewässerungskugeln oder Tröpfchenbewässerungssysteme stecken
* Kübel und Kästen mit eingebautem Wasserreservoire benutzen
* Untersetzer unter die Töpfe, !ACHTUNG! diese bei Regenwetter wegnehmen
* hoch hängende Blumenampeln an einem Flaschenzug befestigen
* bei kürzerer Abwesenheit Topfpflanzen vor Sonne und Wind geschützt zusammenstellen

Alternative Tipps
Reduzierung des Gießbedarfs:
* in größere Kübel (auf der Schattenseite der Pflanze) volle Wasserflaschen (1,5l) umgekehrt in das Erdreich stecken – das Wasser sickert dann langsam zu den Wurzeln
* Topf- und Kübelpflanzen auf ein Kiesbett in einer Wanne oder einem Untersetzer stellen und soweit mit Wasser füllen, dass der Topfboden frei bleibt – verdunstende, aufsteigende Feuchtigkeit hält dann bei Hitze die Pflanzen länger frisch
* bei kurzer! Abwesenheit Schattierungen (Betttuch, Matten, Windfest!) vor die Pflanzen spannen
für „ungeübte“ Helfer:
* Topfpflanzen mit gleichem Wasserbedarf zusammenstellen
* Markierungen für unterschiedlichen Wasserbedarf (farbige Schilder) an den Pflanzen direkt

Eva-Marie Ratius - Magmell Gartenberatung