Pflanzenhomöophatie für den Garten
Verantwortlich ist man nicht nur für das was man tut, sondern auch für das was man nicht tut (Laotse)
Pflanzenschutz wird immer mehr zur Gewissensfrage für uns Gärtner.
In meinem Garten experimentiere ich seit vielen Jahren mit Mischkulturen und selbstgemachten Aufgüssen aus Brennessel, Beinwell oder z.B. Möhrenkraut gegen die Zwiebelfliege. Allerdings halten sich bei mir die Schäden in Grenzen, denn ich achte auf widerstandsfähige Pflanzen. Eine gute Bodenpflege und der richtige Pflanzenstandort sind die Grundlage für gesundes Wachstum. Bei Topfpflanzen ist das ein etwas schwieriges Unterfangen. Auf der Suche nach geeigneten Mitteln bin ich auf die Pflanzen- Homöopathie gestoßen und seit dem begeisterte Anwenderin.
Homöopathie ist eine 1796 veröffentlichte Behandlungsmethode des deutschen Arztes Samuel Hanhnemann.
Die Schulmedizin versucht Krankheiten und Symptome mit Medikamenten entgegen zu wirken. Es werden damit oft nur die äußerlichen oder innerlichen Störungen des Organismus unterdrückt, aber nicht die Ursache der Krankheit behoben.
Die homöopathische Heilmethode unterstützt und mobilisiert die Selbstheilungskräfte des Organismus. Sie setzt an der Ursächlichkeit der Krankheit an, die Heilung geschieht von innen heraus. Es werden Mittel eingesetzt, die bei gesunden Menschen Symptome hervorrufen würden. Ähnliches wird durch ähnliches geheilt. Das Ähnlichkeitsgesetz nach Hahnemann.
Die Schulmedizin lässt sich durchaus mit dem konventionellen Gartenbau vergleichen. Es werden Pestizide und Fungizide eingesetzt. Damit wird nicht nur der Schädling beseitigt, sondern auch nützliche Insekten und Bodenlebewesen zerstört und somit auch der natürliche Kreislauf des Pflanzenorganismus.
Angefangen habe ich mit ®Vital NT, ®Contra X und ®Verde bei Pflanzen in meinem Wintergarten. Der Erfolg war verblüffend.
Homöopathische Pflanzenstärkungsmittel fördern die Selbstheilungskräfte der Pflanzen und ihre Vitalität durch ein gestärktes Immunsystem. Eine widerstandsfähige Pflanze lässt sich nicht so leicht unterkriegen, nur weil eine Schnecke oder Raupe an ihr gefressen hat.
Überaus erfolgreich setze ich Pflanzenhomöopathie bei meinem Buchsbaum im Bauerngarten ein. Vier verschiedene Mittel verwende ich dafür: ®Buxus mit einem Schuss ®Vital NT und ®Kompost nach Vorschrift, zusammen in einem Gießwasser. Nach zwei Wochen eine Düngung mit ®Verde. Das wiederhole mehrfach bis die Witterung es nicht mehr zulässt.
Bei Pilzbefall ist es wichtig, den Boden mit dem Kompostmittel zu behandeln. Dadurch werden die Mikroorganismen im Boden zur Arbeit angeregt und die Pilzsporen, die durch herabgefallene Blätter im Boden lagern, vernichtet.
Achten Sie auch unbedingt darauf, dass keine Blätter in den Komposthaufen gelangen und die Werkzeuge sind gründlich zu reinigen.
Literaturhinweis Homöopathie für Garten- und Zimmerpflanzen von Rolf Würthle
Grüße aus dem Bergischen Land
Karin Uphoff, Floristmeisterin
Hortulus-Uphoff

