Buchs, bist du noch zu retten?

GartenFlora Tipp der Woche - Nr. 50 | 2016

Der Buchsbaum ist aus vielen Gärten kaum wegzudenken. Doch seit etwa zehn Jahren machen ihm insbesondere der Buchsbaumzünsler und das Buchsbaumsterben zu schaffen. Wissenschaftler nahmen beide Schädiger genauestens unter die Lupe. Mit Erfolg, denn heute gibt es verbesserte Strategien, um Buchsbäume besser zu schützen.

Der Buchsbaumzünsler stammt aus Ostasien. 2007 hörte man erstmals in Baden-Württemberg von dem Falter und seinen gefräßigen Raupen. Die letzte Generation seiner Raupen überwintert in Gespinsten im Buchsbaum. Bei 10 °C Außentemperatur, etwa ab Mitte März, werden sie munter und fressen weiter an den Blättern. 2 bis 3 Generationen folgen im Jahr.

Buchsbaumzünsler Raupe

Die Raupen verbergen sich in einem schützenden Gespinst im Innern des Strauchs. Jetzt ist es wichtig, Buchsbäume auf Gespinste mit überwinternden Larven kontrollieren. Dazu auch dichte Hecken und Figuren auseinanderschieben. Gespinste herausschneiden und im Hausmüll entsorgen. Ab Mitte März auf aktive Larven achten.

Seit 2004 hält der Pilz Cylindrocladium buxicola, der das Buchsbaumsterben auslöst, die Buchsliebhaber in Atem. Die Pflanzen vertrocknen reihenweise. Der Schadpilz braucht mindestens 5-7 Stunden anhaltende Feuchtigkeit auf den Blättern, z. B. länger andauernde Regenphasen, um in gesunde Blätter einzudringen. Bei warmen Temperaturen um die 25 °C breitet sich der Pilz schnell in der Pflanze aus. Er ist erkennbar an mehr und mehr braunen, welken Blättern, massivem Laubfall und schwarzen Längsstrichen an den Trieben.

Buchsbaumzünsler Buchsbaum

Neue Buchsbäume darum am besten an windoffenen, sonnigen Standorten pflanzen, wo die Blätter rasch abtrocknen können. Nicht über die Blätter gießen, sondern besser in den Wurzelbereich. Sobald sich erste Symptome zeigen, die kranken Triebe und das Falllaub sofort entfernen. Auch die oberste Erdschicht sollte ersetzt werden, da hier Dauersporen mehrere Jahre lang überdauern können. Krankes Pflanzenmaterial nicht auf den Kompost geben, sondern in den Restmüll.

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