Der Garten im August

GartenFlora Tipp der Woche - Nr. 31 | 2016

Wer einen Garten hat, braucht im August nicht in den Urlaub zu fahren, denn dann zeigen sich viele Pflanzen von ihrer schönsten Seite. Blühende Stauden und Rosen laden dazu ein, im Garten zu entspannen. Doch sowohl im Zier- als auch im Gemüsegarten gibt es einiges zu tun und ein paar Trick helfen, dass Stauden und Tomaten gesund bleiben.

Schnittblumen Dahlien

Durch Schnitt lässt sich die Blütenfülle bzw. -größe der prachtvollen Dahlien beeinflussen: Je öfter zur Schere gegriffen wird, um Verblühtes auszuputzen und Stiele für die Vase zu schneiden, umso reicher schieben immer neue Knospen nach. Wer dagegen Einzelblüten im XXLFormat heranziehen möchte, entfernt einfach sämtliche Seitenknospen eines Stiels. Die verbliebene Hauptblüte entwickelt sich dann besonders imposant.

Rudbeckia Sonnenhut

Wer in der Mittagshitze wässert, lässt Gießwasser bereits in der Luft verpuffen. Ein weiterer Teil verdampft, sobald es auf den aufgeheizten Boden trifft. Kaltes Leitungswasser, das auf erhitzte Blätter trifft, kann die Pflanzen zudem schocken. Viel verdunstungsärmer und pflanzenverträglicher ist das Gießen in den frühen Morgenstunden auf den noch kühlen Boden. So können sich die Stauden bis zum Mittag richtig vollsaugen und die feucht gewordenen Blätter können abtrocknen. Möglichst nur in den Wurzelbereich und nicht über die Pflanze gießen. Das gilt besonders fürs Wässern am Abend, denn wenn zum Beispiel Sonnenhut und Herbstastern nachts noch nasse Blätter haben, drohen Pilze wie Mehltau.

Herbstkrokusse

Einige Knollen und Zwiebeln müssen schon im August in den Boden, zum Beispiel Herbst-Krokusse. Sie blühen noch im selben Jahr. Im August ist die Erde noch schön warm, die Knollen der Herbst-Krokusse wurzeln gut ein. Meist genügt es, einmal anzugießen. Wenn der Boden nicht gerade knochentrocken ist, braucht nichts weiter getan zu werden. Herbst-Krokusse am besten an eine warme Stelle in den schütteren Rasensaum setzen. Da können sie in Ruhe verwildern.

Braunfäulebefall Blatt

Braunfäule-Alarm bei Tomaten: Wenn es ein paar Tage viel geregnet hat, heißt es „Aufgepasst“! Dann sollten Tomaten gründlich auf braune Blattflecken, vor allem an den älteren Blättern, und braune Punkte auf den Früchten kontrolliert werden. An Braunfäule erkrankte Blätter und Früchte rausschneiden und entsorgen. Stark erkrankte Pflanzen aus dem Beet nehmen, denn sie sind ein Infektionsrisiko für die anderen Tomaten. Zu dicht stehende Pflanzen sind sehr gefährdet, da ihr Laub nur langsam abtrocknet. Auch wenn’s weh tut: Es ist sinnvoll, Tomaten jetzt noch auf einen Abstand von mindestens 50 Zentimeter auszudünnen.

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