Der Nutzgarten im Juli

GartenFlora Tipp der Woche Nr. 27 | 2016

Warum wegfahren, wenn das Paradies so nahe liegt? Für viele Gartenfreunde ist der Sommer die ideale Zeit, um den Garten zu genießen. Jetzt kann viel geerntet werden, zum Beispiel Chilis und Erdbeeren.

Chilis ernten

Ab Juli reifen die mildwürzigen Jalapenos, die mittelscharfen ‘De Cayenne’-Pfefferschoten und superscharfe Thai- und Vogelaugenchilis. Die saftig-fleischigen Jalapenos schmecken am besten frisch. Alle anderen Sorten lassen sich trocknen. Dazu werden die Früchte aufgefädelt. Diese Chili-Girlanden können dann an einer luftigen und warmen, leicht beschatteten Stelle aufgehängt werden, zum Beispiel unterm Dachvorstand der Laube. Wenn die pikanten Früchte rascheldürr sind, entweder in der Küche aufhängen oder staubsicher in einem Schraubglas aufbewahren. Sie halten sich mindestens ein Jahr. Die Schärfe bleibt auch in den runzeligen Früchten erhalten.

Tomaten im Gewächshaus

Ans Entgeizen denken: Tomaten bilden ständig Blattachseltriebe, die möglichst jung entfernt werden sollten, um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden. Wenn die Zahl der Triebe reduziert wird, hat die Tomatenpflanze mehr Nährstoffe für die Früchte. Die Blattachseltriebe wachsen schnell, deshalb ein- bis zweimal pro Woche auskneifen.

Erdbeeren im Hochbeet

Vollreife Erdbeeren sind ein Genuss. Leider besitzen sie wenig Drucktoleranz. Gut also, wenn die Früchte möglichst direkt vernascht werden. Wer jetzt ab Juli pflanzt, den erwartet nach knapp einem Jahr die erste süße Ernte. Ideal ist ein sonniger, windgeschützter Platz mit tiefgründigem, humosem Boden im neutralen bis leicht sauren Bereich (pH 5,5 bis 6,5). Vier bis fünf Jahre sollten keine Erdbeeren darauf gestanden haben.

Am besten ist es, gleich mehrere Sorten anzupflanzen! Zwar benötigen die heutigen Sorten in der Regel keine weitere zur Befruchtung, doch lässt sich die Saison durch Kombinieren früh, mittelfrüh und spät tragender Erdbeeren über mehrere Wochen strecken. Mehrmals tragende Sorten reifen nach der ersten Ernte im Juni/Juli und einer Ruhepause teils bis zum Frost erneut. Keine Riesenerträge, dafür einzigartiges Aroma dürfen Liebhaber alter Sorten wie ‘Direktor Paul Wallbaum‘ oder ‘Mieze Schindler’ erwarten. Gut zu wissen: Bei diesen rein weiblich blühenden Pflanzen ist eine Befruchtersorte notwendig.

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