Die bekannteste Art aus der Familie der Marienkäfer

Ein bekanntes Glückssymbol, das Insekt des Jahres 2006 und der erste Nützling, der in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurde – kein Wunder also, dass der Siebenpunkt-Marienkäfer so bekannt ist. Bei Kindern sind die roten Käfer aufgrund ihres Aussehens und ihrer Zutraulichkeit besonders beliebt. Wer hat als Kind nicht stundenlang Marienkäfer auf seinen Händen krabbeln lassen?

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) im Anflug

Wie erkennt man den Siebenpunkt-Marienkäfer?

Der Körper des Käfers ist in einem kräftigen rot bis rotorange gefärbt. Auf jedem Deckflügel sind drei schwarze Punkte, die zusammen mit dem geteilten siebten Punkt am Halsschild für die Namensgebung des Siebenpunkt-Marienkäfer verantwortlich sind. Die Käfer sind circa 5 bis 8 mm lang und haben einen stark gewölbten und runden Körper. Das schwarze Halsschild wird von zwei weißen dreieckigen Flecken verziert, und auch an den Innenseiten der Augen befinden sich zwei weitere weiße Punkte. Nicht zu verwechseln mit dem Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis), der 19 schwarze Punkte trägt und sich gerade massiv in Europa ausbreitet.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)
Ein Jahr im Leben als Siebenpunkt-Marienkäfer

Die Marienkäfer leben ungefähr 12 Monate und durchlaufen dabei vier Stadien bis zur Geschlechtsreife. Im Frühling, wenn die Temperaturen wieder steigen, kommen die Marienkäfer aus ihren Überwinterungsverstecken, wie Baumrinden, im Moos oder unter Steinen, und beginnen sich zu paaren. Im April/ Mai legt das Weibchen 400 bis 2.000 gelbliche Eier an der Unterseite von, mit Blattläusen befallenen, Blättern ab. Nach einer Woche schlüpfen die rot gefleckte Larven und vertilgen bis zu ihrer Verpuppung (3 bis 6 Wochen nach dem Schlüpfen) 500 bis 2.000 Blattläuse! Die Larven bleiben 2 Wochen lang verpuppt, bevor dann ein junger Marienkäfer schlüpft, der erst einige Stunden nach dem Schlupf seine eigentliche Färbung erhält. Pro Jahr kommen zwei Generationen von Marienkäfern dazu.

Das Leben eines Siebenpunkt-Marienkäfers (Coccinella septempunctata)

Warum ist der Siebenpunkt-Marienkäfer ein Nützling?

Der Marienkäfer ist unersättlich, wenn Blattläuse auf dem Speiseplan stehen! Selbst die Larven futtern bereits eine riesige Menge an Blattläusen, Mehltau- und Schimmelpilzen. Blattläuse entziehen der Pflanze mit ihrem Saugrüssel den wertvollen Phloemsaft, wodurch die Wirtspflanze abstirbt. Daher werden Marienkäfer gerne von Gärtnern gegen die lästigen Schädlinge eingesetzt. Schon im Mittelalter waren die Marienkäfer für ihre Fresslust bekannt – sie wurden für ein Geschenk des Himmels gehalten, genauer gesagt eins der Heiligen Maria, weshalb der gefräßige Käfer seinen Namen bekam.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) als Nützling für den Garten

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