Gartengestaltungstipps für dunkle Standorte

Eine große Eiche kann zwar für kühlenden Schatten in einem heißen Sommer sorgen, aber durch die fehlenden Sonnenstrahlen haben es manche Blumen schwer hier zu blühen. Ob ungewollt oder geplant – jeder Garten hat einige schattige Plätze, die vielleicht noch ein wenig mehr Liebe vertragen könnten. Es ist hilfreich zu wissen, welche Pflanzen auch an halbschattigen bis schattigen Standorten gedeihen und mit welchen Dekotipps eine dunkle Stelle zum Hingucker wird.

Blumen für das Schattenbeet

Blumen für das Schattenbeet

Einige Blumen fühlen sich im Schatten sogar wohler als in der prallen Sonnen und das kommt einem bei der Planung eines Schattenbeets natürlich zu gute. Eine dieser Pflanzen ist die Rhododendron – sehr beliebt bei vielen Hobbygärtnern und in vielen deutschen Vorgärten zu bewundern. Sie kommt ursprünglich aus Asien und braucht auf unbedingt sauren Boden. Die meist in verschiedenen Pink- und Lilatönen blühenden Rhododendren zeigen ihre Pracht von Januar bis August, wobei die Hauptblütezeit im April oder Mai liegt.

Rhododendren zeigen ihre Pracht von Januar bis August


Eine etwas weniger bekannte Halbschattenpflanze ist die Bergenie, auch Wickelwurze genannt. Sie gehört zu den Frühblühern und kann bei richtigem Rückschnitt sogar ein zweites Mal im Herbst mit einer Blütenpracht glänzen. Diese Blume ist besonders für Standorte geeignet, die nicht komplett im Schatten liegen – ein wenig Sonne tut dieser von weiß über rosa bis tief purpurn blühenden Pflanze keinen Abbruch.

Weniger bekannte Halbschattenpflanze, die Bergenie


Aufgepasst – die nächste Schattenpflanze ist giftig und zählt zu den giftigsten Pflanzen in Europa: Der Eisenhut! Bei der Gartenarbeit ist deshalb Obacht geboten und wenn Kinder in dem Garten spielen, ist vom Eisenhut eher abzuraten. Als Zierpflanze bereichert er das Schattenbeet aber ungemein. Der Eisenhut gedeiht hervorragend in dunklen Ecken, da er eine krautige Waldpflanze ist und dementsprechend an sonnenarme Standorte gewöhnt ist. Die Blüten der über 1000 Sorten blühen in verschiedenen Weiß-, Blau und Violetttönen von Juni bis September.

Der Eisenhut gedeiht hervorragend in dunklen Ecken


Prachtspieren, auch Astilben genannt, blühen ebenfalls je nach Sorte von Juni bis September und verschönern mit ihren zarten Blütenkerzen dunkle Ecken im Garten. Sie bringen weiße, violette oder rötliche Farbtupfer in den meist grünbewachsenen Waldboden. Prachtspiere bevorzugen feuchten Boden – die Pflanzung in der Nähe eines Teiches und Baches wäre perfekt.

Prachtspiere bevorzugen feuchten, dunklen Waldboden


Eine weitere, besonders interessant gefärbte, schattenliebende Pflanze ist die Krötenlilie. Mit ihr sind bewundernden Kommentare garantiert! Ihre Blütezeit ist sehr kurz, aber dafür versprüht die Krötenlilie eine exotische Ausstrahlung im September und Oktober in jedem Schattenbeet. Ihre glocken- oder trompetenförmigen weißen Blüten sind mit pinken, roten oder violetten Farbtupfern besprenkelt, wodurch die Krötenlilie auffällig aus dem Beet hervorsticht.

Krötenlilie versprüht eine exotische Ausstrahlung in jedem Schattenbeet


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