5 Profi-Tipps für Bonsai-Fans

Expertentipp der Baumschule Lorberg

Bei der jahrhundertealten fernöstlichen Garten-Kunst – die insbesondere durch den japanischen Zen-Buddhismus große Bedeutung erreichte – werden Bäume oder Sträucher in eine charakteristische Form gebracht. Übersetzt bedeutet Bonsai „Baum in der Schale“. Das Ziel der traditionellen Bonsai-Kunst ist es, die Harmonie zwischen der Natur und dem Menschen in Miniaturform einer Pflanze darzustellen. Aber nicht alle Bonsais sind Kleingewächse, sondern es lassen sich fast alle Baumarten in Bonsai-Form bringen. Besonders die großen Solitärgewächse, die über 2 Meter hoch wachsen können, strahlen eine tiefe Ruhe und Gelassenheit aus.

Bonsai-Tipp zom Experten

Lorberg importiert Bonsai-Pflanzen aus Japan, zieht aber auch heimische Bonsais auf

In der Baumschule Lorberg werden Bonsai-Gewächse aus Japan importiert, die dort nach alter Tradition jahrzehntelang in Form gebracht wurden. Daneben werden auch heimische Gehölze und Sträucher in der Baumschule mit professioneller Pflege und viel Leidenschaft zu großen Bonsai aufgezogen. Die häufigsten Pflanzenarten sind Kiefern (Pinus), Eibe (Taxus), Stechpalmen (Ilex) und Wacholder (Juniperus).

Wie man Bonsai-Pflanzen am besten hegt und pflegt, damit sie ihre imposanten Formen erreichen und behalten, verraten wir mit diesen 5 Profi-Tricks!

5 Tipps zur Pflege von Bonsai-Gewächsen

1. Bonsai-Pflege-Tipp: Standort

Die Standortwahl ist abhängig von der Bonsai-Art bzw. der Pflanze an sich. Während Eibe und Ilex gern sonnig bis halbschattig stehen, bevorzugen Wacholder und Kiefer vollsonnige Plätze.

Bezüglich des Bodens ist ein sandig-kiesiger und durchlässiger Gartenboden ideal.  Als Pflanzsubstrat nehmen Sie optimaler Weise eine Mischung aus Humus (Achtung: kein Kompost!) und groben Sand zu gleichen Teilen. Zusätzlich mischen Sie groben Splitt, gebrochenen Blähton oder Lavagrus ein, um den Wasserabzug und das Porenvolumen im Substrat zu erhöhen. Bringen Sie außerdem eine Schicht aus diesem groben Material als Drainage ein.

2. Bonsai-Pflege-Tipp: Gießen

Wenn Sie Ihren Bonsai gepflanzt haben, sollten Sie ihn durchdringend wässern. Anschließend wird nur noch gegossen, wenn der Boden in den oberen 3-5 cm trocken geworden ist. Steht die Pflanze im Topf, gießen Sie regelmäßig, in Abständen von einigen Tagen, so lange bis Wasser unten aus dem Topf austritt.

 Pflegetipps für den Bonsai

3. Bonsai-Pflege-Tipp: Schnitt

Beschneiden Sie Ihren Bonsai im Frühjahr, am besten zwischen April und Mai, wenn die ersten Austriebe da sind. Nutzen Sie am besten eine scharfe Heckenschere, mit der Sie tote und zu dicht stehende Äste im inneren der Krone entfernen, so dass die unteren Triebe genügend Sonnenlicht erhalten.

4. Bonsai-Pflege-Tipp: Düngen

Regelmäßiges Düngen tut dem Bonsai gut, ganz besonders wenn er im Topf oder in einer Schale steht. Düngen Sie im Frühjahr das erste und im Spätsommer das letzte Mal.  Am besten nutzen Sie organischen Dünger. Mineralischer Dünger ist zwar auch geeignet, dann nehmen Sie allerdings besser nur die Hälfte der empfohlenen Menge.

Tipps zum Bonsai-Baum im eigenen Garten

5. Bonsai-Pflege-Tipp: Winterschutz

Bonsais, die im Kübel oder in einer Schale stehen, sollten einen äußeren Kälteschutz erhalten. Dazu kann man sie zum Beispiel auf eine Styroporplatte stellen und so die Wurzeln vor Bodenkälte schützen. Das Gefäß sollte außerdem mit einem Jutesack, Luftpolsterfolie o.ä. umwickelt werden und nicht in der direkten Sonne stehen. Denn größere Temperaturschwankungen vertragen Bonsais nicht gut. Bonsais, die in die Erde gepflanzt sind, werden am Wurzelbereich mit Tannengrün bedeckt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude – und selbstverständlich viel Ruhe und Gelassenheit – mit Ihren Bonsai-Pflanzen!

Dieser Expertentipp wurde für Sie von unserem Gartenträume Aussteller H. Lorberg Baumschulerzeugnisse GmbH & Co. KG geschrieben.
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