Selbst Gemüse anziehen

Mit diesen Tipps kann nichts mehr schiefgehen

Es ist Trend, es macht Spaß und ist gesund - selbst herangezogenes Gemüse aus dem eigenen Beet. Und nicht nur das: Selbst herangezogene Pflanzen sind meist robuster als gekaufte, denn sie konnten sich in der Wachstumsperiode an die gegebenen Licht-, Wärme- und Luftverhältnisse anpassen. Außerdem sind die selbst gezogenen Pflanzen deutlich günstiger als gekaufte Setzlinge.

Mädchen im Gemüsegarten

Ein Platz in der ersten Reihe

Die Wachstumsperiode beginnt schon im Februar und März und dauert mitunter bis in den Oktober hinein. Gut gelingt es in der Regel auf der eigenen Fensterbank, denn dort haben Sie die Stecklinge immer im Blick. Am liebsten mögen keimende Samen einen Fensterplatz, der Tagsüber Sonne hat. Aber auch beheizte Gewächshäuser eignen sich natürlich.

Geeignete Gemüsesorten wählen

Für die Anzucht von Gemüse eignen sich zunächst nicht alle Gemüsearten. Wählen Sie eine oder mehrere dieser Sorten: Fenchel, Brokkoli, Sellerie, Mangold, Paprika, Tomate, Gurke, Salat, Kürbis, Zucchini, Peperoni, Aubergine oder Physalis.

Gemüseanzucht

...und alles, was Sie sonst noch brauchen

In der Regel genügen flache Schalen, Anzuchterde und durchsichtige Folie zum Abdecken. Ansonsten gibt es auch bereits fertige Sets zu kaufen, die alles enthalten, was Sie zur Anzucht benötigen.

Ran an die Arbeit: Das Anpflanzen

Verteilen Sie die Samen auf der Erde. Bei Dunkelkeimern, wie etwa Feldsalat oder Kürbis, sieben Sie noch etwas Erde über die Samen. Anschließend befeuchten Sie die Erde mit handwarmem Wasser und decken alles mit der Folie ab. Damit Sie die Keimlinge später auseinander halten können, sollten Sie diese mit Stecketiketten versehen.

Anpflanzen

Pikieren

Sobald sich die ersten richtigen Blattpaare zeigen, können Sie zu dicht stehende Sämlinge trennen. Das nennt sich auch "pikieren". Dazu heben Sie einfach mit einem angespitzten Holzstab die Keimlinge mit Wurzel aus der Erde und sortieren schwache Pflänzchen aus. Durch das Herausnehmen werden die feinen Wurzeln verletzt, was sie dazu anregt, Verzweigungen und Ballen zu bilden. In die Erde eines neuen Topfes drücken Sie nun ein Loch und setzen die Pflanze bis zu den Keimblättern hinein. Erde andrücken, angießen, fertig! Nun sollten die Pflanzen warm, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen.

Pflanzen pikieren

Der Umzug

Sobald sich ein guter Wurzelballen und eine kräftige Pflanze entwickelt hat, darf Ihr Gemüse umziehen. Setzen Sie Ihre Pflänzchen erst in den Gemüsegarten um, sobald draußen schon angenehme, warme Temperaturen herrschen und nicht mehr die Gefahr von Bodenfrost besteht - also in der Regel Anfang bis Mitte Mai.

Pflanzen umtopfen

Es macht Spaß, ist gesund und es liegt voll im Trend!  Ziehen auch Sie Ihr eigenes Gemüse an?
Related Posts
  1. Gartenpflanzen des Jahres 2018 Gartenpflanzen des Jahres 2018 Jeden Monat stellen wir eine Gartenpflanze ins Rampenlicht.
  2. Mischbeete für den kleinen Gemüse- und Obstgarten Mischbeete für den kleinen Gemüse- und Obstgarten Platzmangel! Überall ist es doch das gleiche - im Kleiderschrank, in der Schuhkiste, im Vorratsraum und natürlich auch im Garten! Gerade in der Stadt müssen Gartenliebhaber kreativ werden. Auf dem Balkon oder im Schrebergarten ist kein Platz für
  3. Die drei großen Kohlkrankheiten Die drei großen Kohlkrankheiten Der Erreger Plasmodiophora brassicae löst nicht nur bei Kohl, sondern auch bei anderen Nutz- und Zierpflanzen die Pilzerkrankung, Kohlhernie, aus. Er befällt die Wurzeln mit einem Schleimpilz und bildet Sporen, die selbst 20 Jahre lang überleben u
  4. Sommerpflegetipps für Rasen, Dünger und den Obstbaumschnitt Sommerpflegetipps für Rasen, Dünger und den Obstbaumschnitt Im Komposthaufen verrotten reine Graspakete ebenfalls schlecht, weshalb hier Holzhäcksel oder Stroh beigemischt werden sollten, die eine gute Luftzirkulation ermöglichen. Abgesehen davon wird jeder vernünftige Gartenbesitzer ohnehin die Regenwurma