Trendblumen 2017 - Sonnenliebende Dauerblüher

Expertentipp von grasgrau - GARTENDESIGN

Sonnenliebende Prachtkerzen

Herrlich blühende Gärten, welcher Gartenfreund wünscht sich das nicht – am besten die ganze Saison über! Ideal dafür geeignet sind so genannte Dauerblüher, Stauden, die immer wieder mit einer reichen Blütenpracht erfreuen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist die Pracht- oder Präriekerze (Gaura lindhereimi), manchen auch als Elfenbusserl bekannt.

Schon ihre deutsche Bezeichnung deutet auf die robuste Natur dieser sonnen liebenden Staude hin. Im Gegensatz zur ihrer eher zerbrechlich wirkenden Erscheinung, erweist sich die Prachtkerze als äußerst widerstandsfähiges Allround-Talent. Die filigrane Nordamerikanerin durchwebt mit ihren 2 bis 3 cm kleinen, einfachen, meist weißen Blüten, am liebsten sonnige Staudenbeete und Rabatten. Sie eignet sich besonders für die Bepflanzung von trockenen Standorten, z.B. bei der Gestaltung von Kiesbeeten, ist aber auch als Kübelpflanze auf der sonnigen Terrasse ein Blickfang.


Prachtkerze (Gaura lindheimeri) ist Trendblume 2017

Weißen Blütenrispen bringen Bewegung ins Beet

Die sternförmigen Blüten sitzen an etwa 50 cm langen, dünnen, leicht gebogenen Stielen und tanzen bei jeder Luftbewegung wie von Elfenhand berührt. Da die überwiegend reinweißen Blüten aus rosafarbenen Knospen hervortreten, wirken sie zweifarbig, und es ergibt sich ein interessantes Farbspiel. Jede einzelne Blüte öffnet sich nur für einen Tag; die Blüten erscheinen jedoch äußerst zahlreich und ziehen so von Anfang Juni bis zum ersten Frost rosa-weiße Schleier durch das Beet.

Die Prachtkerze bevorzugt einen trockenen, neutralen, gut durchlässigen Gartenboden. Sie kommt mit vorübergehender Trockenheit und mäßiger Nährstoffversorgung gut zurecht. Zu viel Feuchtigkeit mag sie hingegen gar nicht.

Prachtkerze (Gaura lindheimeri) hat sehr filigranen Blüten

Pflegetipps für Prachtkerzen

Sie kommt mit vorübergehender Trockenheit und mäßiger Nährstoffversorgung gut zurecht. In kalten Wintern kann es zum Ausfallen einzelner Exemplare kommen, wobei eher Nässe und nicht die Minustemperaturen die Ursache ist. Da sie sich jedoch reichlich über Samen vermehrt, ist ein blütenreicher Auftritt, gerne durch die reichliche Selbstsaat, auch an neuen überraschenden Standorten im kommenden Frühjahr sichergestellt.

Sollte die Blüte der Prachtkerze im Hochsommer wiedererwartend weniger üppig ausfallen, kann ein Rückschnitt der Staude auf etwa 20 cm erfolgen. Das sorgt für eine gute Verzweigung und buschigeren Wuchs und damit für neuen Blütenreichtum.

 Whirling Butterflies ist die beliebteste Sorte der Prachtkerze (Gaura lindheimeri)

Dauerblühende Herbstaster

Ein weiteres Highlight unter den Dauerblühern ist die Herbstaster, die bis weit in den Oktober hinein, ja sogar bis zu den ersten strengen Nachtfrösten, für leuchtende Farbklekse im Garten sorgt. Die strahlenförmigen Blüten bestechen in zahlreichen bunten Farben, von reinem Weiß bis zu knalligem Rosa, Rot, Blau oder Violett. Im Gegensatz zu den Sommerastern sind Herbstastern mehrjährig und ausdauernd, d. h., man hat viele Jahre Freude an ihnen.

Dank ihrer recht unterschiedlichen Wuchshöhe – von der 20-50 cm hohen Kissen-Aster (Aster dumosus) bis zur 150 cm hohen Raublatt-Aster (Aster novae-angliae) – eignet sich die Herbstaster hervorragend zur Bepflanzung von Kübeln und Steingärten, aber auch als Hintergrund von Beeten und Rabatten.

Aster dumosus im Herbst

Herbstastern bevorzugen einen lockeren, durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Sie lieben die Herbstsonne; Standorte in der prallen Mittagssonne sollte man hingegen vermeiden, da sie sonst recht schnell verblühen. Im Gegensatz zur Prachtkerze mögen Herbstastern einen feuchten Boden ohne Staunässe, d. h., sie möchten regelmäßig gegossen werden.

Prachtkerze und Herbstaster sind nur zwei von zahlreichen dauerhaft blühenden Stauden, dank derer man seinen Garten mit einfachen Mitteln die ganze Saison über mit einer wunderbaren Blütenpracht verschönern kann. Zudem tut man dabei gleich noch ein gutes Werk für die Umwelt, sind doch beide Stauden ausgezeichnet als Pollen- und Nektarquelle geeignet. Die Bienen und Hummeln werden es Ihnen danken!

Herbstaster als Nektarquelle für Wildbienen

Dieser Expertentipp wurde für Sie von den Planern und Experten von unserem Gartenträume Aussteller grasgrau - GARTENDESIGN geschrieben.

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