Vögel richtig füttern - Futter für Genießer

GartenFlora Tipp der Woche - Nr. 3 | 2017

Eine Frage, die sich viele Tierfreunde im Winter stellen: Brauchen Vögel jetzt unsere Hilfe? Und wenn ja: Wie helfen wir ihnen am besten und was sollten wir bei den unterschiedlichen Vogelarten berücksichtigen?

Kleiber im Schnee

Die Vögel, die bei uns bleiben und nicht in den wärmeren Süden fliegen, haben es im Winter schwer. Denn je kleiner ein Körper ist, desto mehr Energie benötigt er, um nicht zu erfrieren. So verbraucht also eine Blaumeise bei -10 °C in einer einzigen Nacht eine Energiemenge, die 10 bis 15 % ihres Körpergewichtes aufzehrt!

Trotzdem schaffen es Jahr für Jahr viele Blaumeisen ohne Hilfe durch den Winter. Doch ist das ein Grund, ihnen nicht unter die Flügel zu greifen? Ganz wichtig dabei ist eine sachgemäße, auf Hygiene bedachte, zuverlässige Fütterung! Denn die Tiere gewöhnen sich an die Futterstelle, nehmen einen oft kräftezehrenden „Anflug“ auf sich in der Gewissheit, dort neue Energie tanken zu können. Ist der Tisch dann einmal leer oder das Futter verdorben, kann’s gefährlich werden.

Tannenmeise im Schnee

Sonnenblumenkerne gehören wegen ihres hohen Energiegehalts zu den mit Abstand wichtigsten Futtermitteln. Meistens werden die gestreiften Kerne als Streufutter angeboten. Noch beliebter, da ölhaltiger und weichschaliger, sind die schwarzen Kerne, die es im Fachhandel für Vogelfutter gibt. Hier finden sich auch geschälte Kerne, um Schalenreste im Garten zu vermeiden, und gehackte Kerne für kleinere Vögel.

Zeisig

Finken, Zeisige, Gimpel oder Sperlinge gehören zu den Körnerfressern. Sie schätzen Sonnenblumenkerne, ungesalzene, nicht geröstete Nüsse und allerhand Samen. Hanf, Hirse oder Mohn werden oft in Futtermischungen angeboten.

Amseln, Singdrosseln, Rotkehlchen, Baumläufer oder Seidenschwänze sind Weichfresser. Sie fressen am liebsten Beeren, aber auch Fettfutter und ausgelegtes Obst. Ganze oder halbierte Äpfel und Birnen, aus denen sie Happen herauspicken können, sind hochwillkommen. Das Obst auf keinen Fall in schnabelgerechte Stücke klein schneiden! Es friert dann durch und führt zu Darmentzündungen.

Meisen, Kleiber und Spechte sind Gemischtköstler. Sie begeistern sich vor allem für Körner-Fett-Mischungen wie Meisenknödel.

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