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Gartenberatung Expertentipps Das wird ein traumhafter Herbst
Das wird ein
traumhafter Herbst

Die richtige Pflanzenpflege für einen Indian Summer! 

Ist das Wetter nach den ersten Nachtfrösten länger trocken und warm, dann kommt es zu einer besonders intensiven Färbung des Laubs im Spätherbst. In den Neuengland-Staaten der USA und in Kanada sorgen oft längere Hochdruckgebiete und die typische Vegetation der Laubwälder für das dort als „Indian Summer“ bekannte Naturspektakel. Die leuchtende Strahlkraft der Wälder zieht die Menschen weit über die nordamerikanischen Grenzen in ihren Bann.

Indian Summer im Herbst

In Deutschland lässt der Altweibersommer die Blätter in betörenden Farben aufleuchten


Für einen Farbrausch im Herbst müssen Sie allerdings nicht über den Atlantik fahren. Auch hierzulande  sorgen Wärmerückfälle im Herbst für ein leuchtendes Farbenspiel unserer Laubgehölze. Die tiefstehende Herbstsonne taucht dann die intensiven Färbungen der Blätter in eine schimmernde Aura, die uns in die Wälder und Parks treibt und die Seele befeuert.

Damit Sie sich das Naturschauspiel in den eigenen Garten zaubern können, geben wir Ihnen Tipps zu den schönsten Herbst-Pflanzen.

Die bunte Färbung der Gewächse wird durch einen trockenen sonnigen Platz begünstigt


Die Überlegungen zu einem Herbstgarten gehen bei der Standortwahl Ihrer Pflanzen los: Für eine maximale Herbstfärbung ist ein sonniger, trockener und windgeschützter Platz im Garten ideal. Denn: Werden Pflanzen trockener gehalten, so intensiviert sich die Laubfärbung. Ein kühler und regenreicher Herbst lässt das Laub dagegen eher braun werden.

Quercus Palustris Reihe im Indian Summer

Was sind die typischen Gewächse eines Indian Summers? 


Es gibt eine Vielzahl an Pflanzen, die wunderschöne Farben im Herbst annehmen können. Wir stellen Ihnen zuerst die großen Bäume und Sträucher vor und nennen anschließend kleinere Herbst-Pflanzen, die sich perfekt für den Garten oder Balkon eignen. 

Diese großen Laubbäume blühen im Herbst richtig auf


Der Rot-Ahorn (Acer rubrum)


Der Rot-Ahorn wird bis zu 12 Meter hoch. Seine Herbstfärbung ist gelb-orange bis rot. Dieser Laubbaum bevorzugt einen pH-neutralen bis leicht sauren Boden. Kalkhaltige Böden verträgt diese Baumart dagegen nicht. Der Ahorn benötigt generell viel Wasser, Staunässe macht ihm allerdings zu schaffen. Deswegen sollte der Boden locker sein, so dass Wasser gut versickern kann. Ahorn-Bäume können, müssen aber nicht geschnitten werden. Sie gedeihen auch als Kübelpflanzen, dann muss jedoch auf ausreichend große Gefäße geachtet werden.

Die Sumpf-Eiche (Quercus palustris)


Dieser Baum wächst bis zu stattlichen 20 – 25 Metern hoch. Im Herbst färben sich seine Blätter scharlachrot. Die Sumpf-Eiche braucht einen leicht sauren, kalkarmen Boden, der frisch bis feucht ist. Dieser Laubbaum sollte nicht geschnitten werden.

Quercus Palustris im Indian Summer

Der Amberbaum (Liquidamber styraciflua)


Die Blätter des Amberbaums ähneln dem Ahorn, sie sind fünf- bis siebenlappig und färben sich im Herbst von gelb und orange über rot bis braunviolett. Der Baum, der bis zu 12 Metern hoch wird, bevorzugt leicht sauren, tiefgründigen und feuchten Boden. Er ist kalkempfindlich und verträgt keine Bodenverdichtung.

Der Amberbaum im Indian Summer

Das geflügelte Pfaffenhütchen (Euonymus alatus)


Der im Herbst mit seinen elliptischen Blättern rot bis pink leuchtende Strauch wird zwischen zwei und drei Metern hoch. Die Pflanze ist frosthart und kann in verschiedenen Böden gut wachsen, bevorzugt aber einen leicht sauren bis alkalischen, nährstoffreichen Boden.

Euonymus Alatus im Indian Summer

Der Japanische Fächerahorn (Acer palmatum) 


Der Japanische Fächerahorn ist einer der beliebtesten Gartenpflanzen in Deutschland. Er wird bis zu sieben Meter hoch und wächst oft mehrstämmig. Die Blätterfarbe variiert je Sorte von grün bis dunkelrot, seine Herbstfärbung ist strahlend rot. Der Fächerahorn braucht frischen, lockeren Boden oder Humos ohne Bodenverdichtungen.

Der Japanische Blumenhartriegel (Cornus kousa) 


Der trichterförmig wachsende Strauch besitzt elliptische, dunkelgrüne Hochblätter und wartet mit einer leuchtend gelben bis glühend roten Herbstfärbung auf. Der Strauch wird zwischen fünf und sieben Meter groß. Der Boden sollte frisch, sauer und humos sein. Der Japanische Blumenhartriegel verträgt keine Staunässe.

Kleine Gewächse, die im Garten oder auf dem Balkon in der Herbstsonne strahlen 


Nicht nur die großen Laubbäume und Sträucher verzaubern uns mit ihrem Farbenspiel, sondern auch kleinere Pflanzen erregen im heimischen Garten zur Herbstzeit einiges Aufsehen:

Anemonen, wie zum Beispiel Glattblattastern, Raublattastern oder Rosenwichte, blühen im Herbst in einer kühnen Farbvielfalt. Und besonders Astern ziehen mit ihrer Blütenpracht auch im Herbst noch Bienen und Schmetterlingen an. 

Chrysanthemen haben im Spätsommer bis in den November hinein ihren starken Auftritt, denn sie blühen dann auf, wenn Tag und Nacht in etwa gleich lang sind. Chrysanthemen sind in Deutschland sehr beliebt, ihre Färbungen sind divers, so dass sie zu den unterschiedlichsten Pflanzen im Garten passen. 

Auch Dahlien fühlen sich im herbstlichen Garten wohl – allerdings blühen sie nur bis zu den ersten Nachtfrösten.  

Herbstviolen werden zwischen September bis Oktober gepflanzt und leuchten dann in verschiedenen Orange- und Violett-Tönen. Sie vertragen die Kälte gut und blühen immer wieder auf. Strenge Fröste lassen ihre Blüten dann bis zum Frühjahr verblühen. 

Insbesondere für den Balkon sind im Herbst die Fächerblume, Hänge-Verbene, Purpurglöckchen oder auch weiß blühende Petunien und Edellieschen ideal. Auch sie bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Platz und erfreuen uns mit einer ausgiebigen Farbvielfalt.
  
Dieser Expertentipp wurde für Sie von unserem Gartenträume Aussteller H. Lorberg Baumschulerzeugnisse GmbH & Co. KG geschrieben.