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Gartenberatung Pflanzenwelt Vor- und Nachteile von ein- und mehrjährigen Blumenzwiebeln
Vor- und Nachteile von
ein- und mehrjährigen Blumenzwiebeln

Die Pflanzzeit beginnt!           

In diesem Monat ist es soweit – ungefähr ab Mitte September können die im Frühjahr blühenden Zwiebeln und Knollen gepflanzt werden. Narzissen und viele andere schöne Zwiebelblumen sind mehrjährig, die Zwiebeln und Knollen sind ihre unterirdischen Überdauerungsorgane. Mit ihnen können die Pflanzen zum Beispiel Kältephasen gut geschützt im Erdboden überstehen. Die Zwiebeln und Knollen sind die Speicherorgane für die Nährstoffe, damit Tulpen, Krokusse und Co im nächsten Frühling schnell mit ihrem Austrieb und der Blütenbildung starten können.

Blumenzwiebeln im Herbst pflanzen

Gut wasserdurchlässiger Boden ist wichtig


Nicht alle Zwiebelblumen blühen Jahr für Jahr. Manche Sorten blühen nur im Jahr nach der Pflanzung wunderschön. Für eine üppige Blüte im Folgejahr müssen dann neue Zwiebeln gepflanzt werden. Die Fähigkeit zur erneuten Blüte hängt nicht nur von der Sorte ab, sie wird auch vom Standort und der Nährstoffversorgung beeinflusst. Die Struktur des Bodens ist eine wichtige Voraussetzung für die gute Entwicklung der Zwiebelblumen: Er sollte locker und gut wasserdurchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht. 

Die Schachbrettblume – Fritillaria meleagris – hat allerdings etwas andere Ansprüche als die meisten Zwiebelblumen: Sie fühlt sich auf feuchterem Boden wohl und blüht erneut in den Folgejahren, wenn ihr die Standortbedingungen zusagen. Manche Zwiebelblumen, die wieder blühen, ändern ihr Erscheinungsbild im Laufe der Zeit: Die üppigen Blütenstände der farbenfrohen Hyazinthen werden in den Folgejahren lockerer. Das muss kein Nachteil sein, denn die Pflanzen wirken dadurch zierlicher und ursprünglicher.

Die Schachbrettblume – Fritillaria meleagris – hat andere Ansprüche als die meisten Zwiebelblumen

Blütenteppiche nach dem Winter


Eine besonders schöne Eigenschaft vieler Zwiebel- und Knollenpflanzen ist ihre Fähigkeit, sich selbstständig zu vermehren, wenn der Standort für sie günstig ist. Gärtner sprechen dabei oft von „Verwilderung“. Es ist ein großartiges Erlebnis, wenn Schneeglöckchen, Winterlinge, Schneestolz, Blausternchen, Zwerg-Iris, Anemonen, Mini-Narzissen, Märzenbecher, Puschkinien, Krokusse, Wildtulpen und andere Kleinzwiebelblumen sich im Garten so wohl fühlen, dass sie sich vermehren und manche dort richtige Blütenteppiche bilden. Mit ihrer zum Teil schon sehr frühen Blütezeit signalisieren sie, dass der Winter zu Ende geht und wecken so die Vorfreude auf die Gartensaison.

Blütenteppiche nach dem Winter

Zeit für die Nährstoffverlagerung geben


Damit sich die Frühlingsblüher aus eigener Kraft vermehren, ist es wichtig, einige Dinge zu beachten. Neben dem gut wasserdurchlässigen Boden spielt auch eine ausreichend lange Ruhephase nach der Blütezeit eine Rolle. Die Zwiebeln und Knollen dürfen nicht durch Hacken oder andere Bodenbearbeitung beschädigt werden. Falls die Zwiebelzwerge im Rasen wachsen, sollten Bereiche mit Blumenzwiebeln erst gemäht werden, wenn die Blätter vergilbt sind. Am besten ist es, den Pflanzen nach der Blüte etwa sechs Wochen Zeit zu geben, damit sie Nährstoffe aus den Blättern in die Zwiebeln verlagern können. Dann stehen sie als Energiereserven im nächsten Jahr wieder fürs Wachsen und Blühen der Zwiebelblumen zur Verfügung. 

Frühlingsblüher

Ab September gibt es die Frühlingsblüher vom Lemo Gartendesign im Gartenträume Webshop.