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Gartenträume Experte Essbar Tipp der Woche
Die Grenzen zwischen Zier- und Nutzgärten verschwinden immer mehr, denn viele Gemüsearten sind auch sehr dekorativ.
GartenFlora Tipp der Woche - Nr. 16 | 2016
Die Grenzen zwischen Zier- und Nutzgärten verschwinden immer mehr, denn viele Gemüsearten sind auch sehr dekorativ.

Die frühere Vorstellung eines reinen Nutzgartens verliert an Bedeutung. Gemüse wird immer häufiger auch nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt. Dabei kann zum Beispiel gut mit den ungewöhnlichen Blattformen und -farben vieler Salatsorten gestaltet werden. Auch Kohl, Mangold und Fenchel sind sehr dekorativ.

Wer seinen Gemüsegarten aus dem Blickwinkel eines Staudenarrangeurs anlegt, kann sich über wunderschöne Gartenbilder freuen. Interessante Effekte entstehen unter anderem, indem die Form und Anordnung der Beete variiert wird. Sie können zum Beispiel eine runde, ovale, dreieckige oder quadratische Form haben. Rankhilfen und Beet-Einfassungen aus Holz in knalligen Farben oder in Pastelltönen setzen schöne Akzente.
Der eher spielerische Umgang mit Gemüse wird in Frankreich schon lange praktiziert. Der Küchengarten, dort „potager“ genannt, unterscheidet sich von unserem klassischen Gemüsegarten mit seinen Pflanzen in schnurgeraden Reihen. Er ähnelt eher einem Ziergarten, in dem man Farben, Formen, Strukturen und Düfte immer wieder neu kombiniert.

Die Beete des „potager“ sind aus praktischen Erwägungen auch meist rechteckig, aber mit Bordüren aus Kräutern und Buchs oder mit bunten Holzleisten eingerahmt. Die Obelisken, an denen zum Beispiel Stangen- und Feuerbohnen emporranken, sind ein Blickfang, bis die Bohnen stark gewachsen sind und sie verdecken. Niedrige Apfel- und Birnenspaliere am Beetrand dienen als Umrahmung.
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