Farbe fürs Leben - grünes Licht für Spinat, Melde, Kohl und Co.

GartenFlora Tipp der Woche - Nr. 8 | 2017

Die Farbstoffe im Gemüse und in Früchten machen nicht nur Appetit, sie sind auch gesund. Wer bunt schlemmt, ernährt sich besonders ausgewogen, denn die Inhaltsstoffe unterschiedlicher Gemüse und Früchte ergänzen sich prima. Dazu tragen auch die verschiedensten grünen Gemüsearten bei.

Blattgemüse gilt als gesund, schon wegen der enthaltenen Ballaststoffe, zum Beispiel in Kohlblättern, die unseren Darm auf Trab halten. Das Grüngemüse liefert aber weit mehr als kalorienarme Füllmasse.

Immerhin enthalten 250 Gramm Spinat etwa 150 mg Magnesium. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Blattfarbstoffs Chlorophyll. Diese Menge deckt 40 bis 50 Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Der Eisengehalt entspricht sogar beinahe der gesamten Tagesdosis. Mangold ist eine gute Alternative: Er ist fast so wertvoll wie Spinat, lässt sich jedoch viel leichter kultivieren und ist ertragreicher.

Salat mit Mensch

Die Faustregel: Je dunkelgrüner ein Blattgemüse, desto mehr Magnesium enthält es. Grünkohl punktet eher in Sachen Vitamin C, ist aber nicht jedermanns Geschmack. Ein würdiger Ersatz ist der ähnliche, aber deutlich mildere Palmkohl aus Italien.

Verdauungsfördernd und vor allem appetitanregend sind die Bitterstoffe, die Chicoree, Radicchio und Zuckerhutsalat mitbringen. Chlorophyll bindet übrigens auch Geruchsstoffe. Ab und an ein wenig Petersilie gekaut, mindert z. B. Mundgeruch. Petersilie liefert außerdem Magnesium, Eisen und viel Vitamin C.

Mit dem Laub von Radieschen, Rettich, Möhre, sogar von der Brombeere erhalten grüne Smoothies einen ganz besonderen Touch. Tipp: Auch mal die aromatischen Blätter von Schwarzen Johannisbeeren in den Mix geben.

Lila und grüner Küchengarten

Grüne Smoothies sind im Trend. Pur zubereitet, schmecken sie, je nach verwendetem Blattgrün, mitunter aber ein wenig rau. Die Lösung: Etwa 60 % Früchte beimischen und nach und nach reduzieren. Am mildesten schmecken Spinat und Salat. Wildkräuter oder Endivien sind deutlich dominanter.

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